Nordamerika

Das Land der Maya und Inka – ein Land der Gegensätze

Routenabschnitt Mexiko

Nachdem wir Mittelamerika mit all seinen kleinen Ländern durchquert haben, reisen wir nach Mexiko, ein Land, das vor allem durch seine Größe und Vielfalt beeindruckt.

Im Süden des Landes orientiert sich unsere Route an der südöstlichen Küste und führt uns in Richtung Cancún entlang der fantastischen Karibik, der sogenannten Riviera Maya. Die atemberaubenden Strände mit typisch karibischem Flair locken jedes Jahr unzählige Touristen an, aber auch Forscher reisen zu großer Zahl in die Nationalparks und zu der Maya-Pyramide Cobá.

Die Strandmetropole Cancún, ist jährlich Austragungsort für eine der größten Springbreak-Partys weltweit. Massen amerikanischer Studenten aber auch anderer Touristen kommen, um an den weißen Stränden eine Auszeit gebührend zu feiern. Von hier haben wir die Möglichkeit, die Isla de las Mujeres zu besichtigen oder die atemberaubenden Unterwasserwelten zu bestaunen. Doch so paradiesähnlich die Karibik auch sein mag, für uns geht es weiter an der Küste in Richtung Palenque. Die vom Dschungel umgebene Tempelstadt bietet ein wunderschönes Pendant zu den großen Strandmetropolen. In den Tiefen des Urwaldes befinden sich alte Tempelanlagen der Maya, einer weiteren indigenen Hochkultur Amerikas.

Einmal Palenque passiert, fahren wir zum Nationalpark El Sumidero, der sich in der Nähe des Ortes Tuxtla Gutierrez befindet. Die bis zu 1000 Meter hohen Schlucht, durch die der Río Grijalva fließt, bietet ein besonderes Naturschauspiel. Die ehemalige Kolonialstadt Oaxaca de Júarez, ist der Ausgangspunkt für Ausflüge zum Monte Albán. Seine Spitze war einst die Hauptstadt der Zapotheken, dem „Wolkenvolk“, noch heute türmen sich die Stufenpyramiden empor.

Unser Weg führt uns weiter nach Huatulco, touristisch weniger von Belang, bietet uns die Stadt an der Pazifikküste perfekte Möglichkeit von den touristisch überfluteten Knotenpunkten Abstand zu nehmen. Ziel unserer Reise soll nicht sein, die touristischen Besonderheiten „abzuklappern“, sondern vor allem das Reisen an sich, um sich selbst neuen Herausforderungen zu stellen und fremde Kulturen sowie letztlich uns selbst neu zu entdecken. Wieder durch den Urwald fahren wir über Veracruz an der Küste des Golf von Mexiko weiter in die Ciudad de Mexico, die schon lange ihre Position als Hauptstadt einnimmt. Was einmal die Hauptstadt Tenochtitlan in dem Reich der Azteken war, ist heute die gigantische Hauptstadt Mexikos. Bekannt für ihre unüberschaubare Größe, die Bevölkerungsdichte aber auch die erschreckende Armut. Doch all das ist kein Grund, in der Stadt und Umgebung nicht auf Entdeckungstour zu gehen. Die schwimmenden Gärten der Azteken, die übrig gebliebenen Ruinen der Pyramiden und der Vulkan Popocatépetl, der seit 2000 zunehmend aktiv wird, sind nur einige Beispiele.

Wir entfernen uns wieder von Mexiko-Stadt und ihrer Umgebung und nehmen Kurs auf Guadalajara. Auf dem Weg treffen wir auf Michoacán, ein Geheimtipp und ein eher unbekanntes Ziel auf unserer Route. Die hier liegenden Wasserfälle von Tzaráracua befinden sich mitten im tropischen Regenwald und bilden ein kleines Paradies für die dort lebenden Tiere, denn der Ort ist noch weitgehend verschont vom Tourismus.

Guadalajara liegt im mittleren Westen Mexikos. In der gleichnamigen Provinz liegt auch das Städtchen Tequila, wo in besonderem Maß – man ahnt es schon – Tequila hergestellt wird. Der typisch mexikanische Schnaps erlangt, vielleicht auch durch seine besondere Trinkweise mit Salz und Zitrone, schon lange große Berühmtheit auch außerhalb Amerikas.

Der ca. 1,5 km über dem Meeresspiegel gelegene Chapalasee ist der größte See Mexikos, von dort geht es weiter nach San Luis Potosín, eine einheimische und ruhige Stadt im geographischen des Landes. Hier werden wir uns nicht zu lange aufhalten, denn es geht zügig weiter nach Chihuahua, dem vorletzten Anlaufpunkt in Mexiko vor der us-amerikanischen Grenze. Doch die Barranca de Cobre, eine circa viermal so große Kupferschlucht wie der Grand Canyon, lockt noch einmal zu einem kleinen Abstecher. Von Tijuana aus, der nun letzten Stadt vor der Grenze, haben wir noch die Möglichkeit die Baja California zu befahren, die gigantische westlich gelegene Halbinsel zum Pazifik. Von Dezember bis März paaren sich hier Wale, bevor sie sodann die Reise in Richtung Arktis antreten.

Auch wir treten nun die Reise weiter in Richtung der Antarktis an. Wer weiß, vielleicht begleitet von dem einen oder anderen Wal.

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Routenabschnitt_USA

Wir betreten den Boden der Vereinigten Staaten von Amerika, dem Land, dem man auch nachsagt, es sei dasjenige der unbegrenzten Möglichkeiten, zunächst in Richtung San Diego. Die Stadt bietet ein maritimes Flair entlang der Westküste der USA, die mit vielen Naturanblicken bereits auf uns wartet. Wir nehmen Kurs auf Cathedral City. Der nahegelegene Nationalpark Joshua Tree ist für seine bergige Landschaft bekannt und bildet den Übergang zur Colorado Wüste. Von hier aus geht es weiter nach Los Angeles, Malibu Beach, Hollywood und Santa Monica Mountains. Die Stadt ist in aller Munde; doch auch wenn sie in schon länger in den USA liegt, spricht hier immer noch eine Vielzahl der Einheimischen spanisch.

Jetzt nehmen wir eine Art von Zick-zack-Kurs gen Norden auf. Nach dem wir in Chile schon die trockenste Wüste der Welt bereist haben, können wir uns jetzt den heißesten Ort der Welt nicht entgehen lassen, das Death Valley. Die offroad Strecke, Titus Canyon Road, führt uns direkt einmal durch das Tal des Todes. Das einmal überwunden, kann uns nichts mehr stoppen. Der Sequoia Nationalpark, für riesige Mammutbäume und den verbundenen Kings Canyon bekannt, liegt im südlichen Teil der Sierra Nevada. Um die Gebirgshöhen zu überwinden, fahren wir vorbei am Nationalpark Yosemite, zahlreichen Wasserfällen und dem Mammoth Lake über den Sonora Bergpass in Richtung San Francisco.

In der allgemeingültig als schönste Stadt der Westküste der USA bezeichnet, müssen natürlich auch wir halt machen. Vor allem, um die Golden Gate Bridge zu bestaunen, die die Verbindung von Marin County zum Festland bildet und ein atemberaubendes Panorama über die Pazifikküste des Nationalparks Point Reyes eröffnet.

Um den Lassen Volcanic, einen bildschönen Bergsee inmitten eines geschützten Gebietes aufzusuchen, begeben wir uns in Richtung Old Station. In der Nähe von Redding liegt Whiskeytown. Doch wer hier auf ein Whiskeytasting hofft, wird leider leer ausgehen. Vielmehr dürfen wir uns hier auf ein riesiges Gebiet, durchzogen von Seen mit blauem Wasser mit vier großen Wasserfällen und vieles mehr an beeindruckender Natur freuen. Während des Gold Rush war diese Region für Goldgräber von großer Bedeutung und wer weiß, vielleicht feierte der eine oder andere seinen großen Fund auch mit einem edlem Glas Whiskey.

Von Chemult reisen wir zu einem dem Lassen Volcanic ähnlichen See, dem Crater Lake. Dies ist ein Vulkansee mit einer kleinen Insel – “Wizard Island” – in seiner Mitte. Der See direkt im Krater des Vulkan Mount Mazama ist reines angesammeltes Regenwasser in tief blauer Farbe. Wir befinden uns danach alsbald in Washington, dem Bundesstaat nördlich von Oregon, das nicht mit der US-Hauptstadt an der Ostküste zu verwechseln ist. Um die Ikone des Bundesstaates, den Berg im Mount Rainier Nationalpark, mit eigenen Augen zu sehen, fahren wir nach Paradise. Es ist ein noch aktiver, aber komplett mit Eis bedeckter, Vulkan, der 6 verschiedene Flüsse speist und vorerst unser letztes Highlight der USA ist. Von Seattle, der Hauptstadt des Bundesstaates Washington, kommen wir Stück für Stück über Mount Vernon Kanada näher. Auf dem Weg nach Bellington, der letzten Stadt vor der Grenze zu Kanada näher, machen wir noch einmal Halt bei der North Cascades, einer Landschaft bestehend aus ca. 300 Gletschern.

Ein neues Abenteuer wartet bereits auf uns, die ewigen Weiten Kanadas.

Die unendlichen Weiten Kanadas

Routenabschnitt_Kanada

Wer von Kanada hört, verbindet damit unendliche Weiten unberührter Natur; Wildnis pur und Tiere, die noch uneingeschränkt in der verschonten Landschaft leben können. Wir waren uns erst nicht ganz sicher, ob wir von den USA noch weiter in den Norden fahren wollen. Die Alternative wäre gewesen, die Route 66 hoch in Richtung Chicago zu fahren und von dort aus weiter nach New York. Aber wer einmal auf einer solchen Route ist, der wird sich nicht die letzten Kilometer entgehen lassen, zudem vorbei an atemberaubenden kanadischen Seen, Gebirgen, Flussläufen usw.. Unvergleichlich allein durch die Vorstellung mit unserem Fahrzeug auf einem Kiesbett in der Nähe eines reißenden Flusses, umgeben von hohen Bergketten mit weißen Gipfeln zu kampieren und die klare Luft zusammen mit dem Geruch der Wildnis einzuatmen. Man sitzt gemeinsam am Lagerfeuer, wärmt sich auf und kann nicht mehr aufhören, über das Panorama zu staunen und man unterhält sich darüber, was bisher schon erlebt wurde und das was noch kommt. Unsere Route wird geprägt sein von fantastischen Landschaften. Wir nehmen, nachdem wir in Vancouver im Südwesten von Kanada angekommen sind, Fahrt auf in Richtung Mount Robson. Der hiesige Nationalpark besteht im Kern aus schneebedeckten Bergen, umgeben von grünen Wäldern und hellblauen Seen.

Wir werden in Kanada noch viele Nationalparks anfahren, weil hier, um die Natur zu schützen, große Teile des Landes zu Nationalparks ernannt wurden. Der Anlauf an Touristen ist jedoch relativ gering, da sie sich auf ganz Kanada verteilen. Höchstens auf Reisende unseresgleichen wird man hier treffen. Weiter geht es in großen Schritten nach Norden. Wir werden auf dem Weg natürlich noch jede Menge anderer Dinge sehen. Aber gerade Kanada ist so groß, dass es einfacher ist, nur die groben Eckpunkte aufzuführen. Während unserer Reise werden wir natürlich ausgiebig unsere Erlebnisse mitteilen.

Wir kommen nach Grande Prairie, einer oberhalb von Mount Robson gelegenen Stadt, die uns als Ausgangspunkt für weitere Ausflüge in deren Umgebung dienen wird. Von hieraus schließlich fahren wir durch viele Landschaften langsam und mit vielen Stopps in Richtung Watson Lake. Der lange Weg nach Watson Lake in die Stadt, die vor allem durch seinen Schilderwald bekannt ist, lohnt sich erstrecht, wenn man an der Menge interessanter Orte einen Stopp einlegt. Denn Umgebung vom „Tor zum Yukon River“ ist geprägt durch wunderschöne Seen und Felsformationen.

Von hieraus geht es weiter in Richtung Whitehorse, ebenfalls direkt am Yukon River gelegen und gleichzeitig die Hauptstadt des Territoriums. Der größte Berg Kanadas, der Mount Logan, liegt nicht weit entfernt. Die eisige Kälte Alaskas lässt sich schon spüren, wenn man sich auf den Weg zur Stadt Haines Junction macht. Sie liegt am Rand des riesigen Kluane Nationalparks, der sich bis über die Grenze nach Alaska erstreckt. In dem gigantischen Park, genauso wie in vielen weiteren kanadischen Parks, ist es möglich und erlaubt,  zu campen und so die Natur noch näher erleben zu dürfen.

Die Weiten des Kluane Nationalparks umfassen große Flussbetten, Gletscher, Wälder und Seen. An der Grenze zu Alaska ändert der Park lediglich seinen Namen in St. Elias National Park and Präserve. Es ist fast unmöglich, dieses Panorama komplett zu erkunden, doch wir wollen uns nicht entgehen lassen, auch von hier möglichst viele Eindrücke mitzunehmen.

Doch auch hier angekommen, ist unsere Reise noch nicht vorbei. Zwar sind wir jetzt von der südlichsten Stadt Ushuaia bis in die ewigen Weiten nach Alaska gereist, doch wir nehmen Kurs zurück nach Kanada und Richtung Toronto.

In die Stadt die niemals schläft

In die Stadt die niemals schläft

Wir orientieren uns grob in Richtung der größten Stadt Kanadas, Toronto. Sie liegt direkt an der Grenze zu den USA, doch auf dem Weg dorthin wollen wir erneut viel Natur und damit verbunden natürlich auch zahlreiche Nationalparks und Reservate besichtigen, die Vielfalt und Unberührtheit der kanadischen Parks.

Sobald wir uns von der Grenze zu Alaska entfernen, liegt unter anderem der Nationalpark Wood Buffalo in der gleichnamigen Provinz auf dem Weg. Aber dies wird nur einer von vielen sein, die wir erkunden werden. Außerdem sind es nicht nur die Parks, sondern ist es auch die Kultur des Landes und vor allem sind es die Dinge, die wir teilen und gemeinsam erleben die diese Strecke für uns so einzigartig macht.

In Kanada werden wir unsere Route vor allem nach der Wegebeschaffenheit richten müssen, denn nicht überall, wo es etwas zu sehen gibt, führt auch eine Straße hin. Ausreichend Kartenmaterial und ein Navigationsgerät werden hier unverzichtbar sein. Etwas später kommen wir an der Provinzstadt Winnipeg vorbei, etwas weiter liegt der Ort Thunder Bay direkt am Superior, über den die Kanadisch-US-amerikanische Grenze verläuft.

Wenn wir uns von hier aus weiter an der Küste der Seen orientieren, gelangen wir schließlich nach Toronto. Eine weitere lange Strecke durch ganz Kanada hinter uns, sind wir gespannt auf den Ontariosee und die nahegelegenen Niagarafälle. Wir sind nun der Grenze zu den USA wieder einmal ganz nah. Auf der anderen Seite wartet der US-Bundesstaat New York auf uns und damit auch der Beginn unseres letzten Routenabschnittes. Zunächst einmal fahren wir nach Buffalo, unserer ersten Stadt hinter der Grenze zu den USA, von wo aus es etwas nördlich zu den Niagarafällen geht. Weiter im Süden wartet bereits die Weltmetropole New York City auf uns. „The Big Apple“, wie sie auch genannt wird, bildet den Endpunkt unserer langen Reise. Hier angekommen würde bedeuten, dass wir es geschafft haben und wir alle Herausforderungen gemeistert und Süd-, Mittel sowie Nordamerika durchquert haben.

In der Stadt selbst und den umliegenden Ortschaften wird es mit Sicherheit noch viel Interessantes zu entdecken geben. Aber auch die Rückreise nach Deutschland werden wir, hier angekommen, wohl oder übel anschließend organisieren müssen.