Fisch, springhunters‘ Art

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Fisch, springhunters’ Art

Für 6 Portionen

Für Alle die denken, wir würden jeden Tag Essen gehen und höchstens zum Frühstück mal einen labberigen Toast selber auf die Teller klatschen, hier die große Überraschung! Natürlich genießen wir gerne die Vorzüge, die fremden Kulturen und vor allem die Küche zu genießen und probieren nicht zu selten von Einheimischen gekochte Gerichte. Jedoch lässt die Reisekasse das nicht jeden Tag zu und so müssen oder besser wollen wir selber den Kochlöffel in die Hand nehmen und die Suppe rühren! Kochen steht nicht nur für normale Haushalte in der Heimat, sondern selbstverständlich auch auf unserer Reise auf der Tagesordnung – und zwar mehrmals!

Nicht jeden Tag gibt es ein Gourmetmenü, allerdings haben wir besonders nach einem anstrengenden Spaziergang durchaus mal Anregungen für ein umfangreicheres Essen gesammelt und nehmen den Aufwand, der bei uns immer mit Vorfreude, guter Laune und vielleicht einem Bierchen vorweg verbunden ist, gerne in Kauf. Und damit ihr Appetit bekommt, haben wir hier für euch mal was ganz besonderes – Kochen mit den springhunters. Also lasst euch die folgenden Zeilen gut schmecken!

In Playas del Coco, einem kleinen, mittlerweile jedoch sehr (von der nordamerikanischen Sorte) touristischen Örtchen an der westlichen Pazifikküste Costa Ricas, brauchen wir nach unserem aufregenden Tauchgang eine ordentliche Stärkung und sehen beim Überlegen, was es denn zum Abendessen geben könnte, einen mit frischem Fisch beladenen Laster vorbeifahren. Schnurstracks laufen wir aus der Küche und dem Wagen hinterher. Einen Kilometer später, den Laster haben wir kurz verloren, sehen wir wie auf einem kleinen Hof der Fisch in Kisten von der Ladefläche geladen wird. Kurz darauf finden wir uns in einem Gespräch mit dem freundlichen Fischer und Fischverkäufer und bekommen zu unserer Freude noch einen Fisch umsonst oben drauf! Noch schnell ein paar Zutaten gekauft kommen wir mit sechs Fischen in der Tüte zurück zur Unterkunft und wieder in die Küche. Die anderen Gäste schauen schon nervös durch die Gegend als sie unseren Einkauf sehen und schieben ihr langweiliges Wurstbrot unauffällig hinter den Toaster. Wir breiten die gekauften Kräuter, Knoblauch, das Gemüse und den Fisch auf der Arbeitsfläche aus und legen los.

IMG_7880Der Fisch: Der Fisch ist frisch und das ist auch gut so! Ausgenommen hat die Meerbrassen bereits der Fischer an Bord, jedoch sind die Schuppen noch dran. Leider gibt’s dabei keinen Trick, also ran an den Speck und mit einem großen Messer die Schuppen von der Schwanzflosse zum Kopf hin abschaben. Das macht zwar keinen Spaß, aber die Alternative wäre die Dinger mitzuessen…

Nachdem das getan ist kann der Fisch mit allerlei gefüllt werden. Je nach Geschmack stopft man Kräuter in den Fisch hinein. Wir haben es auf Rosmarin, Thymian und Knoblauch beschränkt und das ganze mit Salz und Pfeffer abgerundet, um den Geschmack vom Fisch nicht zu sehr zu verfälschen. Salz und Pfeffer kommen zuerst hinein.

IMG_7888Hierzu den Fisch, dort wo der Fischer in aufgeschnitten hat, aufhalten und beides hineinstreuen. Von Rosmarin und Thymian zupft man einfach die Blättchen ab (wenn es nicht stört gehen natürlich auch kleine Ästchen) und legt sie in Schwimmrichtung in den Fisch hinein. Jetzt noch schnell den Knoblauch in große Stücke teilen und mit hineinlegen. Wer die Kräuter gerne dabei hat, kann den Fisch an der Seite noch mit kleinen, ca. 5mm tiefen Schnitten anritzen und auch hier die Käuter hineindrücken.

IMG_7895Wenn alles drin ist noch ein bisschen Öl in den Fisch gießen und jetzt mit Alufolie den kompletten Fisch einwickeln. Den Kopf sollte man hierbei am Fisch lassen, da der Fisch so geschlossener gart und die Kräuter und der Knoblauch besser einziehen. Das ganze natürlich nicht nur mit einem Fisch, sondern mit allen, die es zum Essen gibt…

Der Fisch wird nun auf dem Grill, wahlweise auch im Ofen, gegart. Beim Gasgrill auf kleiner Stufe wird der Fisch in 12 Minuten gar. Der Fisch bleibt zarter, wenn er alle 3 Minuten gedreht wird. Bei Holzkohlegrills eventuell öfter drehen.

Der Salat: Mit einem einfachen Salat zum Fisch kann man nichts falsch machen! Hierzu ein paar Tomaten und eine Zwiebel in kleine Stückchen und Salatblätter in Streifen schneiden und gut durchmengen.

Das Dressing: Für das Dressing eine oder zwei Zehen Knoblauch in feine Stücke hacken und etwas Öl, Essig, Honig und Senf nach Gefühl hinzugeben. Einen (oder zwei) Spritzer Limettensaft hinzugeben und das Ganze mit etwas Paprikapulver, Salz und Pfeffer ergänzen und fertig ist das zum Fisch passende Dressing!

Einkaufsliste:

Fisch, hier Meerbrasse
Kräuter (Thymian, Rosmarin, etc.)
Knoblauch
Tomaten
Zwiebeln
Eisbergsalat

Mengenangaben:

Augenmaß

Wir empfehlen zum Essen ein typisch Costa Ricanisches Imperial Bier! Guten Appetit.

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2 comments

  • Das hört sich super an…Die Fotos sehen aus wie für ein Foodjournal gemacht. Macht Lust auf Nachkochen, aber die wichtigste Zutat fehlt: Sonne und Meer! Obwohl, zumindest die Ostsee habe ich gerade vor der Nase? Ganz liebe Grüße. Astridamv

  • Lecker! Da hätte ich wohl gern mitgegessen. Weiterhin gute Fahrt.

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